Vorwort Chronik

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Chronik des Carneval Club Rüdenauer – Klammhörnli – e. V.

 

Jubel, Stimmung und Helau – Das ist Fastnacht in Rüdenau!

 

oder

 

Humor und Freud – Die Klammhörnli sind halt lustige Leut!

 

Diese Leitfäden der Kampagnen 1986/87 bzw. 1981/82 spiegeln die Mentalität des Carneval-Clubs und der 800 Einwohner zählenden Gemeinde wider. So ist es auch zu verstehen, dass wir Klammhörnli vom 30. Juni bis 03. Juli bereits das Jubiläum „33 Jahre Carneval-Club Rüdenauer „Klammhörnli“ e. V.“ – mit derzeit 268 Vereinsmitgliedern – feiern können. Dies soll für uns der Anlaß sein, in der Vereinschronik zu blättern.

 

Das von unserem 1985 verstorbenen Ehrenpräsidenten Franz Schneider im ersten Protokollbuch verfasste Vorwort übermittelt uns, dass bereits 1949 der engagierte Josef Ingenhofen das Narrenzepter ergriff. Mit viel Humor und Würze sowie komischen Instrumenten, wie z.B. der Teufelsgeige, bereicherte und verschönerte er die örtlichen Veranstaltungen.

 

Er verstand es, mit der Jugend und der unentgeltlich spielenden Blaskapelle den Faschingsdienstag für die Kinder zu organisieren und zu gestalten; und so war der Grundstein für den Carneval Club Rüdenau gelegt.

 

Von Jahr zu Jahr gesellten sich neue Kräfte hinzu. Jakob Weling und so mancher ungenannte Faschingsnarr sorgten in den folgenden Jahren für einen steten Aufschwung der Rüdenauer Fasnacht.

Begnügte man sich zunächst mit der Gestaltung des Faschingsdienstages, d.h. in der Hauptsache mit der Ausrichtung urwüchsiger Umzüge und des Faschingstreibens für die Kinder, so war dies bereits 1960 den Faschings-Anhängern nicht mehr ausreichend – ein humoristischer „Bunter Abend“ (Vorläufer unserer heutigen Prunksitzungen) musste her. Einziges Hindernis, das es zu überwinden galt, war das fehlende, aber für eine solche Veranstaltung notwendige finanzielle Pölsterchen. Doch der Idealismus war so groß, dass jeder Aktive für diesen Abend eine Bürgschaft in Höhe von DM 5,- in der Kasse hinterlegte. Da der Kreis der Aktiven noch nicht so groß war und das gesamte Programm ausschließlich von eigenen Künstlern bestritten wurde, setzte sich der spitzfindige Präsident Jakob Weling Puppen, die einem echten Elferrat zum Verwechseln ähnlich sahen, auf die Bühne.

 

Er war es auch, der 1961 in mühevoller Arbeit in seiner Schreinerwerkstatt Wagen für Wagen sowie die erste und bis heute auch einzige Altweibermühle baute, um die sich natürlich der gesamte Umzug drehte. Wer erinnert sich nicht noch heute gerne an dieses spektakuläre und für manche Hexe akrobatische und sehr lustige Ereignis?

Aber auch beim Sammeln und Spenden fehlte es nicht an Ideen. So liefen zwei Mönche mit Klingelbeuteln – in Form von Apfelbrechern – durch die Menge, um Geld zu betteln.

Für seine 12 Jahre lang unermüdlich geleistete Arbeit und Mühe, sowie für seine Rolle als treibende Kraft wurde Jakob Weling 1961 nach der Übergabe des Narrenzepters an den jungen und ehrgeizigen Franz Schneider zum Ehrenmitglied ernannt.