4x11 Jahre (1995 - 2006)

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Chronik

1995

Der absolute Höhepunkt dieser Kampagne war definitiv das Jubiläumsfest 3x11 Jahre CCR. Den Start bildete ein Rock- und Beat-Abend am 30.06.1995. Dieser Abend sollte den Rüdenauern gehörig in Erinnerung bleiben. Die Verantwortlichen engagierten die Rockband „Angel Landing“. Doch gelandet kamen zu Beginn des Abends außer dem Standpersonal und ein paar vereinzelten Gästen:

NIEMAND.

 

Am Ende fanden sich dann doch noch 120 zahlende Gäste ein und es wurde ein toller Abend. Die Musik war spitze, die Stimmung ebenso und das finanzielle Fiasko blieb aus, da die Band für den Eintritt spielte und in der Bar gehörig Umsatz gemacht wurde Der Samstag wurde mit dem Einzug der Orts- und Gastvereine ins vollbesetzte Festzelt eröffnet. Ein bunter Abend, bei dem die Rüdenauer Prominenz begrüsst werden konnte, und der musikalisch von der Original Rüdenauer Blasmusik umrahmt wurde, begann. Viele Auftritte der CCR-Akitven aber auch von auswärtigen Vereinen begeisterten das Publikum. Den glänzenden Schlusspunkt setzten an diesem Abend unsere Schweizer Freunde, die Guggemusik Las Moränos. Sie sorgten nochmals kräftig für Stimmung und bildeten den lautstarken Abschluss eines gelungenen Abends. Auch der Sonntag war ein voller Erfolg. Das große Programm startete mit einem Festgottesdienst, anschließendem Frühschoppen und Mittagstisch mit dem bewährten CCR-Angebot und endete mit einem Festzug und Gardetreffen mit vielen auswärtigen Garden. Der Abend stand ganz im Zeichen der großen Tombola, die mit Musik der 60er und 70er umrahmt wurde, und viele tolle Preise bot. Den Schlusspunkt setzte der Montag mit Mittagstisch für die Firmen aus der Umgebung und mit einem Familien-  und Kindernachmittag. Krönender Abschluß dieses Jubiläumsfestes war der Bayerische Bierabend mit den Schneeberger Musikanten. Wieder einmal zeigte der CCR sein Veranstaltungs- und Organisationstalent, denn das Fest war von vorne bis hinten ein wirklich toller Erfolg.

 

1996

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal zum CCR-Jugendzeltlager eingeladen.

Mit Sack, Pack, Zelten und was man sonst noch so braucht ging es am Freitag, 05.07.1996 ins Mossautal. Von einem Vorkommando wurden zwei Gemeinschaftszelte und ein Küchenzelt aufgebaut. Diese Veranstaltung trug mit den gemeinsam eingenommen Mahlzeiten (der 2. Vorstand Lothar Steiniger war Herrscher über sämtliche Töpfe, Pfannen und den Speiseplan), verschiedenen Spielen, lauschigen Lagerfeuer-Sessions und einer Nachtwanderung zum Gemeinschaftssinn der Vereinsmitglieder bei.

 

1997

Im Jahr 1997 stand erneut ein Besuch in der Schweiz an. Drei ereignisreiche Tage kündigten sich bereits beim Losfahren an. Der Bus setzte sich an der Kirche in Bewegung und stoppte schon wieder beim Hildebrande Paul, als man feststellte, dass unsere Kassiererin Elke Link im Stern in der Metzgerei stand um den Reiseproviant zu besorgen. Sie ging als Einzige den ersten halben Kilometer in die Alpenrepublik zu Fuß. Unsere Freunde hatten für uns ein tolles Programm zusammengestellt, wie Firmenbesichtigung mit reichhaltigem Frühstück, Fahrt über den Vierwaldstädter See, Besuch einer Glashütte mit Museum und einem internationalem Grillabend mit Faust-Bier und Schweizer Spezialitäten. Dieses Wochenende vertiefte die Freundschaft zu den Las Moränos weiter.

 

1998

Die Kampagne 1998 warf lange vorher ihre Schatten voraus. Nach 2 phänomenalen, ausverkauften Prunksitzungen waren die Klammhörnli wieder an der Reihe, den Kreisumzug zu veranstalten. Mit monatelanger, penibler Vorarbeit fieberte die komplette Crew, und auch ganz Rüdenau, dem Großereignis entgegen. Die Schweizer Guggemusik sagten ihre Unterstützung zu und waren bereits am Samstag angereist. Die Turnhalle hatte vorher noch nie so viele Menschen auf einmal gesehen. Der Klammhörnles-Ball war brechend voll.

In der Nacht begann es zu regnen und alle waren optimistisch, dass es sich nachts ausregnen und der große Tag dann trocken bleiben würde. Aber: falsch gedacht.

Der Optimismus zahlte sich nicht aus. Es regnete und regnete und regnete – ununterbrochen. Trotz allem: aller guten Dinge sind drei. Die Tausende von Besuchern ließen sich nicht abhalten in strömendem Regen gute Stimmung zu verbreiten und die Zugteilnehmer zu unterstützen. Der Wettergott hatte es eben in diesem Jahr nicht so gut mit dem CCR gemeint, das tat der Freude dennoch keinen Abbruch.

 

1999

Dass es in Gottersdorf ein Freilandmuseum gibt, indem alte Bauernhäuser besichtigt werden können, die irgendwo in Deutschland abgebaut, nach Gottersdorf transportiert und dort wieder aufgebaut werden, ist bekannt. Dass aber Carnevalsvereine Dachstühle abbauen, nach Rüdenau karren um sie dort ohne Grundstück und Haus wieder aufzubauen, das ist neu.

Trotzdem für den CCR kein Grund, vor dieser schweißtreibenden Arbeit zurückzuschrecken. Freitags mittags um 13.00 Uhr ging es los. Bei Fam. Wagenpfahl in Großheubach wurde der komplette Dachstuhl in einem vorbildlichen Arbeitseinsatz mit Jung und Alt abgebaut und bis Einbruch der Dunkelheit saß dieser in Rüdenau auf einer Wiese am Kreuz. Was so mancher vielleicht als lächerlich und unnötig angesehen hat, sehen wir als Anfang für unsere lang ersehnte Lagerhalle. Zu danken sei an dieser Stelle noch einmal allen Mitwirkenden, die sich nicht vor dem ein oder anderen Schliffer scheuten und der Fa. Hennig für die Bereitstellung eines Kranes, der Fa. Berres für die Benutzung des LKWs, der Fa. Seyfried für die Arbeit mit dem Radlader und Herrn Gerhard Laut für den Transport der Holzteile mit dem Unimog.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends hieß es wieder einmal „auf geht’s in die Schweiz“. Wieder ein Ausflug, bei dem in Sachen „Carneval-Freundschaft inter-national“ alle Register gezogen wurden und die Klammhörnli die Gastfreundschaft der Schweizer Mitstreiter genie-ssen durften. Ein, im wahrsten Sinne des Wortes, tolles Wochenende mit jeder Menge Spaß, Fasnacht mal anders und der Beginn einiger neuer Freundschaften.

 

2000

Am 15.02.2000 erfolgte für den Verein ein zukunftsweisender Beschluß des Rüdenauer Gemeinderates: dem CCR wurde von der Gemeinde einstimmig das Grundstück auf 99 Jahre Erbbau-recht neben der Turnhalle zugesagt.

Damit waren die Weichen zur lang ersehnten eigenen Lagerhalle gestellt.

Dass der Carneval Club nicht nur an alten Traditionen festhält sondern auch neue Wege beschreitet, zeigte sich am 07.07.2000: CCR goes online. Seit diesem Tag ist der CCR im weltweiten Netz vertreten.

Ein weiterer Meilenstein i. S. Lagerhalle fand am 06. August 2000 statt. Der CCR lud zur Grundsteinlegung der Lagerhalle. Bei strahlendem Sonnenschein wurde dieses denkwürdige Ereignis mit zahlreichen Gästen bei einem kühlen Bier gefeiert. Der in Sandstein gearbeitete Grundstein trägt die Jahreszahl 2000 und ist in der Front der Halle sichtbar.

Alles neu im neuen Jahrtausend: erstmalig wurde die Faschingskampagne mit einer Ski-Party am Prinz-Rüde-Platz eröffnet – eine Veranstaltung die sich sowohl für Gäste als auch für den Veranstalter in jeder Hinsicht lohnte.

 

2001

Das Jahr 2001 war geprägt von den festen, immer wieder kehrenden Veranstaltungen. Zwei bis auf den letzten Platz besetzte Prunksitzungen,  der Weiberfasching mit vorausgehendem Rathaussturm und der Klammhörnles-Ball unter dem Motto Ballermann-Party boten den Rüdenauer Einwohnern und allen Freunden des Vereins kurzweilige und tolle Unterhaltung.

Und noch was Neues wurde in das Fest-Programm aufgenommen: die Bach-Party mit Narrenolympiade, Eierschubkarrenrennen und Schmierseifenrutsche. wurde erstmalig im Wiesental veranstaltet. Bei lauschiger Atmosphäre mit Lagerfeuer, Sangria und guter-Laune-Musik wurde der Ballermann nach Rüdenau geholt. Trotz einer langen, ausgedehnten Party-Nacht wurde auch die am Sonntag stattfindende Narren-Olympiade ein voller Erfolg. Sowohl die Zuschauer als auch die Teilnehmer hatten jede Menge Spaß bei Disziplinen wie Schwammwerfen, Strohballenweitwurf, Eierschubkarrenrennen und Schmierseifenrutsche.

Was beim ersten Mal gut war, kann beim zweiten Mal noch besser werden. Die Faschings-Session 01/02 wurde wie im Jahr zuvor mit der 2. Skiparty am Prinz-Rüde-Platz eröffnet. In guter alter CCR-Manier wurde den Besuchern so richtig eingeheizt – sogar so sehr, dass es auch im Vorraum der Sparkasse zu hitzigen Höhepunkten kam. Ein fremdes Pärchen feierte dort seine eigene Party und veranschaulichte damit gleichzeitig der Rüdenauer Jugend die menschliche Biologie.

 

2002

Nach einem Jahr Pause hieß es im August 2002 wieder auf zum Zeltlager der Klammhörnli. Dieses begann mit einer von unserem Reiseleiter Armin Herkert geführten Radtour nach Eisenbach zum Naturfreundehaus. Mit wundervollem Ausblick über das Maintal hatten die CCRler wieder einmal ein idyllisches Plätzchen gefunden um die Gemeinschaft bei Lagerfeuer, Spielen und Wanderungen zu pflegen.

Die dritte Ski-Party zur Faschingseröffnung bei knusprigen Hähnchen, Stimmungsmusik und Temperaturen wie in der Karibik stimmte alle so richtig auf die kommende Saison ein.

 

2003

Unter ganz neuen Gesichtspunkten wurde der Weiberfasching 2003 aufgezogen.

Nachdem unserem Bürgermeister die Macht von den Lattberglerchen beim Rathaussturm entzogen wurde, ging es in die Turnhalle. Strippende Männer, die viel nackte Haut zeigten, stellten die Frauen in den wohlverdienten Mittelpunkt. Eine neue, und lohnende, Variante der traditionellen Weiberfasnacht.

 

2004

Neue Zeit. neuer Ort – unter diesem Motto stand die Saison des Jahres 2004.

Auf Grund von Umbauarbeiten im Gasthaus „Stern“ war es nicht mehr möglich, die Prunksitzungen im altbewährten Saal abzuhalten. Nach langen Überlegungen, Diskussionen und vor allem viel, viel Arbeit zog die Veranstaltung in die Turnhalle des TV Rüdenau um. Die Skepsis der Besucher war bereits beim Kartenvorverkauf zu spüren – doch wir konnten die Vorbehalte ins Positive umkehren. Von den Zuschauern hörte man Aussagen wie „gemütlich wie im Wohnzimmer“, „kuschelige Atmosphäre“ und „gelungene Alternative“ – die Mühen hatten sich also mal wieder gelohnt. Neu war auch das erste Rüdenauer Tanzmariechen, Vanessa Heckmann, das an diesen Sitzungen ihr bravouröses Debüt gab und seither der Stolz des Vereins ist. Und noch etwas änderte sich in dieser Kampagne: unter tosendem Beifall verabschiedete sich die amtierende Prinzengarde, unter der Leitung von Christine Lebküchner und Kornelia Palige, vom Publikum und gab mit ihrem Schautanz „Ägypten“ ihre Abschiedsvorstellung.

Und auch die folgende Faschingswoche war von Änderungen geprägt. Die Entmachtung des Bürgermeisters wurde in die Turnhalle verlegt. Der Rathaussturm war in den letzten Jahren einfach zu wenig besucht und lockte niemanden mehr von der Glotze weg. Die wieder eingeführte „Dorfschelle“, Hans-Peter Fath  verschaffte sich mit der Schelle im Ort Gehör und lud alle Weiber in die Turnhalle ein. Dort erwartete die närrischen Frauen wieder ein Programm der Superlative – eine Männer-Unterwäsche-Modenschau. Inzwischen gilt der Rüdenauer Weiberfasching auch im Umland als Geheimtipp für ausgelassene Party-Frauen und die Besucherzahlen steigen stetig an. Auch das traditionelle Rüdenauer Zigeunerlager hatte in diesem Jahr die Location gewechselt. Wie auch die Prunksitzungen fand dieses erstmals in der Turnhalle statt.

Die kurze Zeit zwischen Sitzung und Faschingsdienstag reichte für die nötigen, umfangreichen Arbeiten einfach nicht aus.

Dafür wurde aber eine alte Tradition wieder belebt – nach vielen Jahren wurde erstmals wieder die Fasnacht verbrannt. Mit einem Trauerzug und Trauerrede verabschiedeten sich die Narren. Hervorzuheben ist hier die tolle musikalische Umrahmung durch den Musikverein Rüdenau.

Und schließlich sagt das Sprichwort „aller guten Dinge sind 3“ – damit zog auch die Skiparty zur Session - Eröffnung 2004/2005 vom Prinz-Rüde-Platz in die CCR-Lagerhalle. Der Location-Wechsel tat der Stimmung keinen Abbruch und schon das Stimmungsbarometer kletterte auch hier schnell in die Höhe. Bis weit in die Nacht wurde gesungen, gefeiert und Aprés - Ski extrem betrieben. Fazit der Verantwortlichen: egal wo: eine Veranstaltung die weiter Bestand  haben sollte.

 

2005

Auch im Jahr 2005 kündigte sich eine Premiere an: drei junge Damen aus der scheidenden Prinzengarde (Monja Pfister, Katharina Betz und Jenny Skornicka) präsentierten die neu gegründete Minigarde auf den Prunksitzungen am 14. und 15. Januar 2005.

Die jetzt Jüngsten des CCR begeisterten das Publikum mit Ihrem Zirkustanz. Aber auch die neu ernannte Prinzengarde bewies mit Ihren beiden Tänzen, dass sie ihren Titel mit Recht trägt.

Was vor allem die auswärtigen Besucher unserer befreundeten Vereine im wieder beeindruckt, ist die Tatsache, dass das komplette Programm der Sitzungen aus den eigenen Reihen bestritten wird. Darauf kann ein so kleiner Ort wahrlich stolz sein.

 

2006

Mit 288 Mittgliedern bei knapp 900 Einwohnern erfreut sich der Carneval Club Rüdenauer „Klammhörnli“ im Jubiläumsjahr 2006 großer Beliebtheit. Mit dem Engagement, dem Idealismus und dem Spaß anderen Menschen Freude zu bereiten trägt der Verein sehr zum Gemeindewohl bei. Auch die Jugendarbeit mit mehr als 50 Aktiven Kindern und Jugendlichen steht weiter im Vordergrund und wird mit großem Enthusiasmus und hoher Einsatzbereitschaft der Verantwortlichen betrieben. In unserer immer schnelllebigeren Zeit ist es wichtig Werte und Gemeinschaftssinn zu vermitteln. Vieles wurde in den letzen Jahren bewerkstelligt, viele große Vorhaben, wie die Fertigstellung der Lagerhalle, stehen noch an. Packen wir es an – gemeinsam!

 

Aber zuerst feierten wir: 44 Jahre Fasching, Tradition und Brauchtumspflege!

 

Wir schreiben das Jahr 2006: Für den Carneval Club Rüdenauer Klammhörnlein Jubiläumsjahr: 44 Jahre. Natürlich ein Grund für die Narren ausgiebig zu feiern. Für dieses Ereignis extra angeschafft: ein Festzelt, das an die CCR-Halle angebaut werden kann. Diese Maßanfertigung, in zahlreichen Stunden und mit großer Unterstützung durch unseren Gönner, die Fa. Hennig Holzbau in Großheubach, angefertigt, bot den richtigen Rahmen um den närrischen Geburtstag krachend zu feiern. Der Startschuss war die Rocknacht am Freitag-Abend, musikalisch von Martin Weling genial umgesetzt. Als Mitternachtsshow zogen unsere Freunde aus der Schweiz, die Guggemusik „Las Moränos“, ein. Sie gratulierten lautstark mit einem Ständchen in ihrer so üblichen Art und Weise. Gerührt, dass viele Neuheimer den weiten Weg extra auf sich genommen hatten, wurde bis in die frühen Morgenstunden das Wiedersehen gefeiert. Der Samstag stand ganz unter dem Motto langverdiente Mitglieder zu ehren. Musikalisch wurde der Abend von der Kapelle „Böhmischer Zauber“ gestaltet. Leider schafften es die Musiker aus dem Landkreis Miltenberg nicht, alle Anwesenden zu verzaubern. Das Ende des Samstag Abend bzw. der Anfang des Sonntags lässt sich nicht so genau festlegen, denn der CCR lud die Rüdenauer Einwohner zum Jubiläumsfrühstück ab sechs Uhr ein. Hier begegneten sich am reichhaltig gedeckten Buffet sowohl die letzten hartnäckigen Besucher der Bar als auch hartgesottene Frühaufsteher. Nach dem Festgottesdienst konnten die CCR-Verantwortlichen zahlreiche Garden von befreundeten Vereinen beim Gardetreffen begrüßen. Ein würdiger Abschluss für ein tolles Geburtstagsfest.

 

Im Juni 2006 konnten wir uns bei unseren Freunden in der Schweiz revanchieren: Sie feierten ihr 25-jähriges Bestehen und wir gratulierten mit einem Tanz unserer Prinzengarde und unseres Tanzmariechens Vanessa Heckmann. Es waren tolle Stunden in Neuheim, die für neue Freundschaften und ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl sorgten.