1x11 Jahre (1962 - 1973)

Geschrieben von Super User. Veröffentlicht in Chronik

1962

Im Jahre der Vereinsgründung wurden aufgrund der Flutkatastrophe in Hamburg alle Faschingsveranstaltungen abgesagt, aber im Jahr 1963 legte dann der CCR los:

 

1963

Beim großen „Bunten Abend“ unter der Leitung von Präsident Franz Schneider war der Saal bereits um 18.30 Uhr voll besetzt, obwohl die Veranstaltung erst um 20.00 Uhr begann! Sämtliche Mitwirkende an diesem „Bunten Abend“ konnten aus eigenen Reihen rekrutiert werden. Der Faschingsdienstag war wie in all den Jahren vorher ganz den Kindern gewidmet: nach einem bunten Umzug lud der CCR die Kinder zum Tanz bei der „Goldenen Frieda“. Mit dem Erlös aus den Faschingsveranstaltungen nahm der Verein die Beschenkung der zahlreich erschienenen Kinder mit Süßigkeiten vor. Zur Aufbesserung der Vereinskasse dienten öffentliche Tanzveranstaltungen im Mai und September.

 

1964

 

Den Auftakt der Faschingskampagne 1964 bildete ein Maskenball mit Prämierung. Arg strapaziert wurden die Lachmuskeln der Gäste bei der Großen Prunksitzung zwei Wochen später, die vom stellvertretenden Präsident Heinz Dremel geleitet wurde, und bei der die bekannte „Orgel“ zum Einsatz kam und für besondere Heiterkeit sorgte. Am Faschingsdienstag fand, wie in den vorangegangenen und folgenden Jahren, wieder der traditionelle Kindermaskenball statt. Bei dem Süßigkeiten und Geschenke für die Kinder nie fehlen durften.

 

1965

Der Sternsaal war wieder überfüllt, als der „Bunte Abend“ im Jahr 1965 mit Narhallamarsch und Einzug des närrischen Präsidiums eröffnet wurde.

 

1966

Dies ermutigte die Vorstandschaft, 1966 erstmals zwei Prunksitzungen unter dem bewährten Zepter von Präsident Franz Schneider zu veranstalten. Erstmals bei der Prunksitzung tanzten hier Rüdenauer Mädchen – eine Garde, die sich aus den Reihen des Turnvereins gebildet hatte. Höhepunkt der Veranstaltung – wie bereits in den vergangenen Jahren – war der Auftritt der beiden Gondoleros Karl Weling und Leo Wolz. Durch ihre Auftritte bei unzähligen Veranstaltungen von 1964 bis 1966 vertraten sie die Vereinsfarben bis weit über die Landkreisgrenzen hinaus.

 

 

1967

Anläßlich der Generalversammlung 1967 wurde beschlossen, in diesem Jahr auf einen „Bunten Abend“ zugunsten eines Maskenballs zu verzichten – und dieser Verzicht sollte lange Jahre währen. Wie Oberschoute Ottmar Breunig es später formulierte „Es ist noch kein Baum in den Himmel gewachsen. Der Gipfel war erreicht und man musste wieder herunterkraxeln“.

 

1969

Um zumindest die Kinderbelustigung am Faschingsdienstag weiter sicherzustellen, wurde 1969 im Februar ein närrisches Fußballspiel angepfiffen, bei dem Spielverstöße vom Schiedsrichter in Gehrock und Zylinder erbarmungslos mit einem Schluck aus der Schnapsflasche geahndet wurden.

 

1970 - 1972

Wenn auch das allgemeine Interesse am CCR und der Fasnacht immer geringer wurde, so wurde die alte Tradition des Kinderumzuges und Kindermaskenballes auch in den folgenden Jahren weitergeführt. Haupt-Motor dafür war immer Vorstand Ottmar Breunig. Da die finanziellen Mittel des Vereins erschöpft waren, übernahm es die Fa. Meixner nun, die Kinder weiter mit Süßigkeiten zu beschenken. Auch die Musikkapelle beteiligte sich in jedem Jahr am Umzug und spielte anschließend zum Tanz für die Kinder auf und sie tat dies kostenlos und aus reinem Idealismus.

 

 

1973

Im Jahre 1973 schließlich sah man keine Hoffnung mehr und man erwog daher die Fasnacht zu begraben. Dieser Gedanke wurde am Faschingsdienstag in die Tat umgesetzt: Angeführt von der Musikkapelle zogen die wenigen Trauergäste mit dem „Sarg“ mit der verstorbenen Fasnacht durch die Ortsstraßen zum Platz, wo die Rüdenauer Fasnacht verbrannt werden sollte. Die Asche der verbrannten Fasnacht wurde auf die Häupter der Jugend beschworen – und der Erfolg stellte sich ein.